Chronik unseres Verbands

Seit 50 Jahren – Wasserqualität im Verbund

Verbandsmitglieder des WZV Oberes Kollbachtal

Heute gehören insgesamt sechs Kommunen aus den Landkreisen Rottal-Inn und Dingolfing-Landau zum Zweckverband Wasserversorgung Oberes Kollbachtal: die Gemeinden Falkenberg, Malgersdorf, Rimbach, Marklkofen sowie der Markt Reisbach und der Markt Simbach.


Zweckverbände – eine ideale Lösung für kleine Gemeinden

Aufgrund der geografischen Gegebenheiten – ganz Deutschland ist von einem ziemlich gleichmäßig verteilten Wassernetz durchzogen – ist die Trinkwasserversorgung traditionell meist regional organisiert – mit vielen kleinen und mittleren Anbietern. Rund 6.200 insgesamt. Rund die Hälfte von ihnen beliefert rund 96 Prozent der bundesdeutschen Haushalte mit circa 3.600 Millionen m3 Trinkwasser pro Jahr. Dabei liegt die Versorgung überwiegend in kommunaler Hand.

Damit auch kleinere Gemeinden ihre Aufgaben der sogenannten Daseinsvorsorge, zu denen u.a. auch die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser gehört, möglichst effizient erledigen können, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, sich interkommunal, in sogenannten Zweckverbänden zusammenzuschließen.

Beginn der Erfolgsgeschichte des Zweckverbands Oberes Kollbachtal

Die Erfolgsgeschichte des Zweckverbands Oberes Kollbachtal begann 10. April 1965 mit dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Malgersdorf und Haberskirchen (heute Teil des Marktes Reisbach) zu einem gemeinsamen Verbund. Damals unter dem Namen Zweckverband Malgersdorf-Haberskirchen“.

Rückblicksbilder zur Entstehung - Bild

Bau des Wasserturms in Bacham

Wasserturm von unten - BildBereits Anfang der 1960er Jahre hatte sich die Gemeinde Malgersdorf im Landkreis Rottal-Inn bemüht, ihren Wasserbedarf auf weite Sicht abzudecken und für den sich abzeichnenden steigenden Bedarf in Zeiten des Wirtschaftswunders für die Zukunft gerüstet zu sein. Die Wassererkundungen verliefen allerdings ohne Erfolg. Zur gleichen Zeit stand die damals noch selbständige Gemeinde Haberskirchen im Nachbarlandkreis Dingolfing-Landau vor den gleichen Herausforderungen. Die Erfolgsgeschichte des kommunalen Zweckverbands Wasserversorgung Oberes Kollbachtal begann vor einem halben Jahrhundert – genau am 10. April 1965 – mit dem Zusammenschluss der Gemeinden Malgersdorf und Haberskirchen (heute Teil des Marktes Reisbach) zu einem gemeinsamen Verbund. Damals noch unter dem Namen „Zweckverband Malgersdorf-Haberskirchen“. Im Laufe der Jahre schlossen sich weitere Gemeinden an.

Oberstuben Collage von vorn - Bild

Oben: Hochbehälter in Oberstuben • Unten: Pumpwerk in Stöchelsberg 

Pumpwerk in Stöchelsberg - BildVon Beginn an standen die Qualitätssicherung des Trinkwassers auf höchstem Niveau sowie die gesicherte Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung im Mittelpunkt der Verbandsaktivitäten. Dazu wurde kontinuierlich die Technik auf den neuesten Stand gebracht und die Kapazitäten dem Bedarf entsprechend ausgebaut – Brunnen, Hochbehälter, Maschinenhäuser, Aufbereitungsanlagen, Pumpwerke und zudem ein eigener Wasserturm wurden im Laufe der Jahre errichtet. Heute wird die Wasserversorgung aus vier circa 120 Meter tiefen Brunnen im Erschließungsgebiet bei Kollbach gespeist.

Geschützte Brunnen des Zweckverbands bei Breitenloh - Bild

Geschützte Brunnen des Zweckverbands bei Breitenloh


Chronik der Beitritte zum Zweckverband Wasserversorgung Oberes Kollbachtal

10. April 1965 Gründung des Zweckverbandes der damaligen Gemeinden Malgersdorf und Haberskirchen
26. November 1965 Beitritt Fünfleiten und Jägerndorf
26. Januar 1972 Beitritt der Gemeinde Reisbach mit den Ortsteilen Bergen Gmeinhäusln, Hasenöd, Hinterstetten, Höfen, Hornach, Lindberg, Mooshäusln, Oberndorf, Reiseckhof, Reitl, Schornberg, Stieberg, Straßschneid, Thannenmais, Vorderstetten, Waid und Wimbach
19. Oktober 1972 Beitritt der Gemeinde Marklkofen mit den Gemeindeteilen Bogen, Eckschneid, Hansöd, Lauterbach, Mülleröd, Schwingham und Hausnr. 15 der Ortschaft Ulrichschwimmbach
10. April 1973 Beitritt des Marktes Arnstorf und der Gemeinde Rossbach
25. Mai 1973 Beitritt des Marktes Simbach mit dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Ruhstorf und den noch nicht zentral versorgten Gemeindeteilen der früheren Gemeinde Langgraben
20. Dezember 1973 Beitritt der Gemeinde Rimbach
02. April 1974 Erweiterung der Mitgliedschaft der Gemeinde Reisbach um Altmannsöd, Bentlohn, Gröben, Oberkenading, Paßbrunn und Unterkenading
24. Februar 1976 Beitritt der Gemeinde Zell
01. Juli 1977 Übernahme der Versorgungsanlagen Falkenberg und Taufkirchen
11. Dezember 1979 Austritt des Marktes Arnstorf und der Gemeinde Rossbach
05. Februar 1986 Erweiterung der Mitgliedschaft der Gde. Falkenberg um den Ortsteil Volksdorf
16. August 1989 Austritt des Marktes Simbach mit dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Langgraben
29. November 2001 Erweiterung der Mitgliedschaft der Gemeinde Falkenberg um den Ortsteil Heißprechting
05. August 2002 Erweiterung der Mitgliedschaft der Gemeinde Falkenberg auf das gesamte Gemeindegebiet mit Ausnahme der Fl.Nr. 1421 der Gemarkung Taufkirchen (Unterremmelsberg 3)